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OFFENER BRIEF AN DIE ÄRZTEKAMMER

Sehr geehrte Vertreter der Ärztekammer Wien/Österreich!

Wie aus diversen Ärztezeitungen publik wurde, fordern Sie aktuell als Vertreter der Ärztekammer die Kopplung der Kindergeld-Sozialleistungen an die Durchführung von Impfungen.

Das kommt einer indirekten Zwangsmaßnahme gleich!

Ärzte sollen zu Handlangern einer indirekten medizinischen Zwangsbehandlung werden ?!

Wir Ärzte sind angehalten, ethische Grundlagen zu respektieren. Dazu zählt die bedingungslose Souveränität des Individuums über seinen Körper bzw. die Souveränität der Erziehungspersonen für das Wohl ihrer Kinder.

Impfungen mit all ihren Implikationen sind sehr wohl auch unter Ärzten umstritten. Das Befürworten von Impfungen ist letztendlich eine wissenschaftliche Meinung unter anderen. Befürworter wie Gegner sind gleichermaßen zu respektieren!

Erinnern wir Ärzte uns bitte immer wieder daran, dass wir "nur" Berater unserer Patienten sind! Es geht stets darum, deren Vertrauen zu gewinnen. Zwangsmaßnahmen können daher überhaupt kein Thema unserer Arbeit sein.

Im Übrigen ist Ihr Bemühen, hier eine Art Notstandsstimmung zu schaffen, bei Weitem überzogen.

Ich ersuche Sie daher eindringlich, diese übergriffigen Forderungen fallen zu lassen.


In der Hoffnung auf gute Geister in der Ärztekammer

verbleibe ich mit besten Grüßen

Dr. Alexander Scheiblhofer, Wien